Katholisches Pfarramt Zell

Liebe Besucherinnen und Besucher.

Ganz herzlich willkommen auf den Seiten der katholischen Pfarrei Zell im schönen Luzerner Hinterland.

Paul Berger-Estermann, Pfarreileiter


 

 CHILERAIN 2 --- STAND: FREITAG, 8. NOVEMBER 2019

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Bild des Tages

11.11.2019



HEUTE FEIERN WIR UNSEREN KIRCHENPATRON



Heute am 11. 11. feiern wir den Heiligen Martin – unseren Kirchenpatron und den Patron der Gemeinde Zell.

Ich wünsche Ihnen allen einen frohen und schönen Martinstag:

Paul Berger; Pfarreileiter/Diakon



DER HEILIGE MARTIN

Martin war der Sohn eines römischen Offiziers und wurde im Jahre 316 in Ungarn geboren. Sein Vater war mit ganzer Seele Soldat und zeigte seinem Sohn schon früh die Pferde, die Ritterrüstungen und Schwerter. Der Junge sollte mal so werden wie er, wünschte er sich. Dann mit 15 Jahren schickte er ihn als Reiter in die kaiserliche Armee. Martin war zwar kein begeisterter Soldat, seinem Vater zuliebe tat er aber seine Pflicht, war mutig und zuverlässig. Schon als junger Mann wurde Martin selbst zum Offizier ernannt.

Mit dem Heer kam der Soldat bis nach Gallien, dem heutigen Frankreich. Dort geschah eines Tages das Wunder, an welches wir uns alle immer wieder gerne erinnern. An einem eiskalten Winterabend ritt Martin auf ein Lager bei Amiens zu. Vor den Stadttoren flehte ihn ein halbnackter hungriger Bettler um ein Almosen an. Aber Martin hatte nichts bei sich, was er dem armen Mann hätte geben können. Also nahm er kurzentschlossen seinen weiten Offiziersmantel und teilte ihn mit dem Schwert in zwei Stücke. Die eine Hälfte warf er dem frierenden Bettler zu, die andere behielt er für sich.

In der Nacht hatte Martin einen seltsamen Trau: Jesus Christus erschien ihm, bekleidet mit der einen Hälfte des Offiziersmantels, und sagte zu seinen Engeln: „Der ungetaufte Heide Martinus hat mir diesen Mantel gegeben“. Diese Erscheinung machte Martin deutlich, dass sein Platz nicht in der Armee war. Er nahm Abschied vom Soldatendienst und liess sich als 18jähriger taufen. Er wollte Soldat Christi werden.

Martin wurde Priester und ging als Missionar zurück in seine Heimat Ungarn. Hier versuchte er auch, seine Eltern zu bekehren. Bei seiner Mutter gelang es ihm, sie trat zum christlichen Glauben über und liess sich taufen. Der Vater weigerte sich beharrlich. Später zog Martin wieder nach Frankreich zurück und gründete dort ein Kloster. Es war das erste Kloster im Abendland. Martin war in Frankreich inzwischen bekannt. Man liebte diesen klugen, bescheidenen Mann, der Kranke heilte und böse Geister austrieb und sich vor allem um die Armen kümmerte.


Doch Gott hatte noch weitere Pläne mit seinem Soldaten. Eine grosse Aufgabe wartete auf Martin. Er sollte Bischof von Tours in Frankreich werden. So wünschten es auch die Menschen, die Martin über alles schätzten. Doch Martin wollte lieber in seiner ärmlichen Klosterzelle beten als auf dem prächtigen Bischofsstuhl sitzen.

Die Legend erzählt, dass sich Martin vor den Menschen, die ihn wegen dieser Aufgabe bedrängten, in einem Gänsestall versteckt habe. Doch die Gänse fingen laut an zu schnattern und verrieten so den künftigen Bischof. Martin sah ein, dass er Gottes Willen nicht entgegenstehen durfte und willigte ein, dieses Amt zu übernehmen. Eine grosse Menschenmenge begleitete ihn nach Tours und unter Glockengeläut wurde er zum Bischof gewählt.

Er übte das Bischofsamt fast 30 Jahre lang mit grosser Bescheidenheit, aber mit Leidenschaft für seine Aufgabe aus.

Martin starb am 8. November 397. Er war noch als 80jähriger unterwegs auf einer Seelsorgereise durch sein Bistum. Am 11. November wurde er begraben.

Zu seiner Beerdigung kamen Tausende von Menschen und trauerten um ihn. Von Anfang an verehrten sie Martin als Heiligen. Über seinem Grab bauten sie eine Holzkirche. Später wurde ein grosser Dom errichtet. Als besondere Reliquie wird der Mantel des Heiligen verehrt.
Mantel heisst auf lateinisch capella. Daher kommt das Wort Kapelle. Der Mantel des Heiligen Martin wird in Paris aufbewahrt in der „Sainte Chapelle“, der Heiligen Kapelle.

Der Name Martin kommt aus dem Lateinischen vom Kriegsgott Mars und bedeutet: der Kämpfer, der Streiter, der Krieger.

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